Reinhard Roy

„Das Raster hat sich als Element zum Identifikations- und Ausdrucksmittel meiner Arbeit entwickelt. Als eine in beliebige Richtungen erweiterbare Struktur nutze ich es in einem weiten Spektrum für die Kunst. So erreiche ich mit ihm beispielsweise räumliche Wirkungen auf der Fläche durch die Variation des Abstandes der Rasterpunkte auf unterschiedlichen Farbgründen. Die Überlagerung einer monochromen Ebene mit einer homogenen Rasterstruktur, dessen Verschiebung und Drehung, führen dann zu weiteren Schritten aus der Zweidimensionalität. Die aus der Kreisfläche oder der Ellipse abgeleiteten Großformen erzielen ihre Wirkung zunächst durch ihre voluminöse Kraft. Das Raster als Perforation oder haptisch aufgetragen, betont und steigert hier die dritte Dimension.“
Reinhard Roy, November 2009

Mehr von Reinhard Roy unter: www.roy-art.de

Vita

1948 Im niederschlesischen Klitten geboren.
1969 –1974 Studium an der Hochschule Für Kunst und Gestaltung Halle – Burg Giebichenstein / Diplom.
1976 Preis des Amtes für Formgestaltung Berlin.
1979 –1983 Externer Fachgutachter beim Amt für Formgestaltung in Berlin.
1983 Übersiedlung nach Frankfurt am Main.
1985 Preis beim internationalen Workshop der Süßmuth – AG, Immenhausen.
1986 Der Raster wird zum Identifikationselement in der Bildgestaltung.
1984 –2010 Externe Mitarbeit in den Bereichen Kunst, Design und Architektur für die KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main, Berlin, Bonn und Brüssel.
1987 Daniel – Henry – Kahnweiler – Preis für Malerei und Graphik. (Deutsche Kahnweiler Stiftung)
1995 –1999 Lehrauftrag „Farbe und Gestaltung“ an der Fachhochschule Wiesbaden.
2008 Skulpturen und Bildwerke für den Amtssitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue in Berlin.
2009 – 2011 Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Oscar Niemeyer, Rio de Janeiro.
2010 und Einladung zu Ausstellungen in den Museen Oscar Niemeyers: MAC Niterói und Museu Nacional Brasilia
2015 „vertical city“ – Mitwirkung bei der Erarbeitung einer architektonischen Zukunftsvision – Kenneth King Architect, New York
seit 1976 Jurytätigkeit, Gestaltungs- und Kunstausstattungsprojekte sowie Ausstellungen in Europa, den USA und Asien, Werke in internationalen öffentlichen, institutionellen und privaten Sammlungen.

Rezensionen

„Auffällig bei Reinhard Roy ist die heute nur selten anzutreffende, breite kreative Veranlagung des Künstlers. Im Bereich der bildenden Künste beschäftigt er sich mit Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Design und Architektur. So umfasst das Werk von Reinhard Roy Bildwerke, Skulpturen, Objekte, Papierarbeiten, Fotografie und architekturgebundene Arbeiten. Weiter gibt es bei Roy Skizzenbücher mit Landschaften, Architekturen und Entwürfen für Bilder und Skulpturen zu sehen wie man sie vielleicht eher von reisenden Künstlern früherer Zeit kennt.“
Dr. Wita Noack, Mies van der Rohe Haus Berlin, 2008

„Als Parallelen zur Natur, oder als eine besondere Art des Extraktes aus der Natur, gelten für mich auch die Malerei und die Plastik von Reinhard Roy, der an der legendären „Burg Giebichenstein“ (Hochschule für Kunst und Design) studierte und über Materialcollagen und Assemblagen sowie frühzeitiger Beschäftigung mit konstruktiven Gestaltungselementen zur freien Kunst fand. Er führt die beiden Hauptdisziplinen der Bildenden Kunst auf ihre formalen und gedanklichen Urelemente: Farbe und Fläche, Körper und Raum zurück, deren Wechselspiel elementarer Ausdruckskraft einzig aus sich heraus ihre Imagination entfaltet. Reinhard Roy entwickelte das Punktraster, die Kreisform und die Ellipse als persönliches Ausdrucksmittel für seine Skulpturen und Bildkompositionen, die in ihrer konsequenten Logik wie mathematische Beweise wirken.“
Hans-Peter Jakobson, Museum für angewandte Kunst, Gera, 2007