Als Maler und Pianist interessiert mich das Wechselspiel zwischen Musik und Malerei. Das Anliegen meiner Arbeiten ist es, Musik mit einer bildnerischen Sprache sichtbar zu machen. Ausgangspunkt für die Findung einer eigenen Bildsprache war die Zusammenarbeit mit dem deutschen Komponisten Gerhard Stäbler. Die zu seiner Musik im Malprozess spontan entstandenen Farblinien und Gitterraster dienten der späteren Inspiration für die sich entwickelnde charakteristischen Gestaltungsmerkmale der Arbeiten: Wiederkehrende Strichreihungen, horizontale, vertikale und diagonale Überlagerungen, die vielfältige Strukturen und Muster entstehen lassen. Diese geben den Bildern eine innere Ordnung, in denen Melodien, Rhythmen, Takte, Pausen, Synkopen und Mehrstimmigkeit mitschwingen. In den schwarz-weiß-grauen Arbeiten zeigt sich vor allem die Vorliebe zum rhythmischen Geschehen auf dem Bildgrund. Die Werke mit farbigen Lineaturschichten heben hingegen Gestik, Klang und Emotionalität hervor.
In den Bildern schwingen nicht nur bekannte Kompositionen, sondern auch eigene Klänge und Melodien. Insofern sind die Arbeiten als ein Wechselspiel aus musikalischer und malerischer Inspiration zu betrachten.
Nikola Dimitrov wurde 1961 in Mettlach/Saar geboren. Er studierte von 1979 bis 1988 an der Hochschule für Musik Saar mit dem Abschluss der Konzertreife als Pianist. Bereits parallel dazu beschäftigte er sich intensiv mit malerischen Ausdrucksformen. Aus der Musik als inspirierender Quelle entwickelt er seit 1993 seine Bilder. Seit 1996 werden seine Werke in nationalen und internationalen Ausstellungen in Galerien sowie Museen gezeigt und sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Der Künstler lebt und arbeitet in Heusweiler bei Saarbrücken und in Köln.







